Willkürliche Beweiswürdigung

Eine Zulassung der Revision wegen fehlerhafter Rechtsanwendung oder fehlerhafter Beweiswürdigung durch das Finanzgericht kommt nur bei offensichtlichen materiellen oder formellen Fehlern des Finanzgericht im Sinne einer objektiv willkürlichen und unter keinem Gesichtspunkt rechtlich vertretbaren Entscheidung in Betracht[1].

Willkürliche Beweiswürdigung

Eine Beweiswürdigung ist nur dann willkürlich, wenn sie so schwerwiegende Fehler aufweist, dass sie unter keinem rechtlichen Gesichtspunkt vertretbar ist und offensichtlich jedem Zweck einer Beweiswürdigung zuwiderläuft, so dass ein allgemeines Interesse an einer korrigierenden Entscheidung besteht[2].

In der Beschwerdebegründung muss bei Geltendmachung dieses Zulassungsgrundes substantiiert dargelegt werden, weshalb die Vorentscheidung unter keinem denkbaren Aspekt rechtlich vertretbar ist[3].

Bundesfinanzhof, Beschluss vom 12. Juli 2016 – III B 33/16

  1. BFH, Beschlüsse vom 09.11.2011 – II B 105/10, BFH/NV 2012, 254; vom 25.03.2010 – X B 176/08, BFH/NV 2010, 1455[]
  2. BFH, Beschluss vom 27.12 2007 – IV B 124/06, BFH/NV 2008, 781[]
  3. BFH, Beschluss vom 03.11.2005 – V B 9/04, BFH/NV 2006, 248[]