Zuordnung der Anschaffungskosten für den wirtschaftlichen Vorteil aus einer Vertragsarztzulassung

Wird der wirtschaftliche Vorteil aus ein­er Ver­tragsarztzu­las­sung ‑wie im Stre­it­­fall- zum Gegen­stand eines Veräußerungs- und Anschaf­fungs­geschäfts gemacht, ist Erwer­ber dieses imma­teriellen Wirtschaftsguts der­jenige, der die Anschaf­fungskosten hier­für trägt oder dem sie steuer­rechtlich zuzuord­nen sind1. Trägt der Neuge­sellschafter ein­er Gemein­schaft­sprax­is, der Inhab­er des höch­st­per­sön­lichen Sta­tus­rechts der Ver­tragsarztzu­las­sung ist, selb­st die Anschaf­fungskosten

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Erwerb einer Vertragsarztzulassung — oder die Praxis?

Wird vom Erwer­ber ein­er Ver­tragsarzt­prax­is ein Zuschlag zum Verkehr­swert (Über­preis) gezahlt, spricht dies wie eine Zahlung, die sich auss­chließlich am Verkehr­swert ori­en­tiert, dafür, dass Gegen­stand der Über­tra­gung die Prax­is des Überge­bers als Chan­cen­paket ist. Auch in diesem Fall ist in einem durch den Kauf­preis abge­golte­nen Prax­iswert der Vorteil aus der

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Afa auf den wirtschaftlichen Vorteil aus einer Vertragsarztzulassung

Für die Frage der Abnutzbarkeit imma­terieller Wirtschafts­güter kommt es maßge­blich darauf an, ob sich deren Wert in ein­er bes­timmten oder bes­timm­baren Zeit erschöpft. Da der Inhab­er eine ihm unbe­fris­tet erteilte Ver­tragsarztzu­las­sung, solange er sie innehat, gle­ich­bleibend in Anspruch nehmen und den aus ihr resul­tieren­den wirtschaftlichen Vorteil im Rah­men eines Nachbe­set­zungsver­fahrens

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Die erworbene Vertragsarztpraxis — und die Abschreibung des Praxiswerts

Die Über­tra­gung von Ver­tragsarzt­prax­en berechtigt den Erwer­ber nur dann zu Abset­zun­gen für Abnutzung (AfA) auf einen Prax­iswert und das miter­wor­bene Inven­tar, wenn Erwerb­s­ge­gen­stand die gesamte Prax­is und nicht nur eine Ver­tragsarztzu­las­sung ist. In den bei­den jet­zt vom Bun­des­fi­nanzhof entsch­iede­nen Stre­it­fällen hat­ten die Beteiligten Prax­isüber­nah­mev­erträge geschlossen, in denen es auch um

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AfA-Berechtigung bei der mittelbaren Grundstücksschenkung

Die Regelung des § 11d Abs. 1 Satz 1 ESt­DV ist auch im Fall ein­er mit­tel­baren Grund­stückss­chenkung anzuwen­den. Wird dem Steuerpflichti­gen eine der Erzielung von Ein­nah­men aus Ver­mi­etung und Ver­pach­tung dienende Eigen­tumswoh­nung (ein­schließlich Inven­tar) im Wege der mit­tel­baren Grund­stückss­chenkung zugewen­det, kann er mithin nach § 11d Abs. 1 Satz 1

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Bauaufwendungen im Sanierungsgebiet — und die Bindungswirkung der gemeindlichen Bescheinigung

Die Bindungswirkung des Grund­la­genbeschei­des gemäß § 7h Abs. 2 EStG erstreckt sich auf die in § 7h Abs. 1 EStG benan­nten Tatbe­standsmerk­male. Daher prüft — anders als bish­er vom Bun­des­fi­nanzhof angenom­men — allein die Gemeinde, ob Mod­­ernisierungs- und Instand­set­zungs­maß­nah­men i.S. des § 177 BauGB durchge­führt wur­den. Keine Bindungswirkung beste­ht demge­genüber

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