Erwerb eigener Anteile

Auf der Ebene des veräußern­den Gesellschafters stellt der ent­geltliche Erwerb eigen­er Anteile durch die GmbH ein Veräußerungs­geschäft i.S. des § 17 Abs. 1 EStG dar1. Die rein gesellschaftsin­tern wirk­ende Umgliederung ein­er freien Gewin­nrück­lage in eine zweck­ge­bun­dene Rück­lage führt nicht zu nachträglichen Anschaf­fungskosten auf den Geschäft­san­teil des veräußern­den Gesellschafters. Die ent­geltliche

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Überlange Gerichtsverfahren einer GmbH

Das Beste­hen eines Nichtver­mö­gen­snachteils wird in Fällen unangemessen­er Ver­fahrens­dauer gemäß § 198 Abs. 2 Satz 1 GVG ver­mutet1. Dies gilt zumin­d­est dann, wenn eine Wiedergut­machung auf andere Weise gemäß § 198 Abs. 2 Satz 2, Abs. 4 GVG im Stre­it­fall für die unangemessene Verzögerung nicht aus­re­ichend wäre. Umstände dafür, dass

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Bekanntgabe einer Einspruchsentscheidung an den depressiven Geschäftsführer

Die wirk­same Bekan­nt­gabe eines Ver­wal­tungsak­tes und damit auch die ein­er Ein­spruch­sentschei­dung set­zt die (pas­sive) Hand­lungs­fähigkeit des Empfängers voraus1. Fähig zur Vor­nahme von Ver­fahren­shand­lun­gen sind nach § 79 Abs. 1 Nr. 3 AO bei juris­tis­chen Per­so­n­en ihre geset­zlichen Vertreter. Bei Gesellschaften mit beschränk­ter Haf­tung ‑wie im hier entsch­iede­nen Stre­it­­fall- ist dies

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Inanspruchnahme des GmbH-Gesellschafters aus einem Schuldbeitritt

Nach ständi­ger Recht­sprechung des Bun­des­fi­nanzhofs1 sind Wer­bungskosten (§ 9 Abs. 1 Satz 1 EStG) alle Aufwen­dun­gen, die durch die Erzielung steuerpflichtiger Über­schus­seinkün­fte ver­an­lasst sind, d.h. zu ein­er dieser Einkun­ft­sarten in einem steuer­rechtlich anzu Zurech­nungszusam­men­hang ste­hen. Maßgebend ist zum einen die wer­tende Beurteilung des die betr­e­f­fend­en Aufwen­dun­gen “aus­lösenden Moments”, zum anderen

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Die Klage einer GmbH — und die Prozesskostenhilfe

Gemäß § 142 FGO i.V.m. § 116 Satz 1 Nr. 2 ZPO erhält eine inländis­che juris­tis­che Per­son oder parteifähige Vere­ini­gung nur dann PKH, wenn die Kosten des Rechtsstre­its wed­er von ihr noch von den am Gegen­stand des Rechtsstre­its wirtschaftlich Beteiligten aufge­bracht wer­den kön­nen und wenn die Unter­las­sung der Rechtsver­fol­gung oder

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