Schädliche Anteilsübertragung — trotz erst nachfolgender Vermögenszuführung

§ 8 Abs. 4 Satz 1 KStG 2002 a.F. ver­sagt den Ver­lustabzug auch dann vom Zeit­punkt der schädlichen Anteil­süber­tra­gung an, wenn die Zuführung des neuen Betrieb­sver­mö­gens dieser zeitlich nach­fol­gt1. Der Ver­lustabzug ist (ggf. rück­wirk­end) in dem Fest­stel­lungs­bescheid zum 31.12 desjeni­gen Ver­an­la­gungszeitraums zu ver­sagen, in welchem die schädliche Anteilsveräußerung stattge­fun­den hat.

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Enteignung als privates Veräußerungsgeschäft?

Ord­net eine öffentlich-rechtliche Kör­per­schaft (Stadt) die Über­tra­gung des Eigen­tums an einem Grund­stück auf sich selb­st gegen Zahlung ein­er Entschädi­gung an, enteignet sie also den Grund­stück­seigen­tümer, ist ein hier­aus erziel­ter Gewinn nicht steuerpflichtig. In dem hier vom Finanzgericht Mün­ster entsch­iede­nen Fall erwarb der Kläger im Jahr 2005 das Alleineigen­tum an einem

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Entschädigungen für Verwaltungsratsmitglieder öffentlichrechtlicher Körperschaften

Entschädi­gun­gen, die an die Mit­glieder des Ver­wal­tungsrats ein­er öffentlich-rechtlichen Kör­per­schaft für die Abgel­tung von Zeitaufwand gezahlt wer­den, sind steuerpflichtig. In dem hier vom Finanzgericht Mün­ster entsch­iede­nen Fall hat­te ein Recht­san­walt geklagt, der im Jahr 2015 Mit­glied bzw. alternieren­der Vor­sitzen­der des Ver­wal­tungsrates ein­er Krankenkasse und Mit­glied der Vertreter­ver­samm­lung ein­er weit­eren Kör­per­schaft

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Erwerbsschaden, Hartz IV — und die Einkommensteuerpflicht des Schadensersatzes

Erhält ein im Zeit­punkt des schädi­gen­den Ereigniss­es Erwerb­slos­er vom Schädi­ger Ersatz für den ver­let­zungs­be­d­ingt erlit­te­nen Erwerb­ss­chaden gemäß § 842 BGB, kommt es für die Anwen­dung von § 24 Nr. 1 Buchst. a EStG darauf an, ob mit der Zahlung steuer­bare und steuerpflichtige Ein­nah­men erset­zt wer­den sollen (sog. Ver­di­en­staus­fall) oder der

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Zusammenveranlagung nach bestandskräftiger Einzelveranlagung

Erfüllen Ehe­gat­ten die Voraus­set­zun­gen der Ehe­gat­ten­ver­an­la­gung (§ 26 Abs. 1 EStG), kön­nen sie nach der im Jahr 2008 gel­tenden Recht­slage zwis­chen getren­nter Ver­an­la­gung (§ 26a EStG), Zusam­men­ver­an­la­gung (§ 26b EStG) sowie der beson­deren Ver­an­la­gung im Jahr der Eheschließung (§ 26c EStG) wählen und die ein­mal getrof­fene Wahl bis zur Unan­fecht­barkeit

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Die Stromleitung über dem Grundstück — und die steuerfreie Entschädigung

Eine ein­ma­lige Entschädi­gung, die für das mit ein­er immer­währen­den Dien­st­barkeit gesicherte und zeitlich nicht begren­zte Recht auf Überspan­nung eines zum Pri­vatver­mö­gen gehören­den Grund­stücks mit ein­er Hochspan­nungsleitung gezahlt wird, zählt nicht zu den nach dem EStG steuer­baren Einkün­ften. Eine Entschädi­gung, die dem Grund­stück­seigen­tümer ein­ma­lig für die grund­buchrechtlich abgesicherte Erlaub­nis zur Überspan­nung

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