Beweis­wür­di­gung – und die Denkgesetze

Der in der Begrün­dung einer Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de gerüg­te Ver­stoß gegen Denk­ge­set­ze führt nicht zur Zulas­sung der Revi­si­on.

Beweis­wür­di­gung – und die Denkgesetze

Ein Ver­stoß gegen Denk­ge­set­ze liegt nur vor, wenn der vom Finanz­ge­richt gezo­ge­ne Schluss schlecht­hin unmög­lich ist, d.h. wenn nach dem fest­ge­stell­ten Sach­ver­halt nur eine Fol­ge­rung mög­lich, jede ande­re jedoch denk­ge­setz­lich aus­ge­schlos­sen ist und das Gericht die in die­sem Sin­ne allein denk­ba­re Fol­ge­rung nicht gezo­gen hat.

Ein Ver­stoß gegen Denk­ge­set­ze ist dem mate­ri­el­len Recht zuzu­rech­nen und des­halb der Prü­fung im Rah­men einer Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de unter dem Gesichts­punkt des Vor­lie­gens eines Ver­fah­rens­man­gels eben­falls ent­zo­gen[1].

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 26. Novem­ber 2020 – VI B 29/​20

  1. BFH, Beschluss vom 05.04.2017 – IX B 18/​17, Rz 4[]