Wiedereinsetzung — aber nicht ohne Antrag / Vortrag

Wiedere­in­set­zung in den vorigen Stand kann nicht gewährt wer­den, wenn wed­er ein Antrag auf Wiedere­in­set­zung gestellt wor­den ist noch Gründe für die Ver­säu­mung der Beschw­erde­be­grün­dungs­frist dargelegt wor­den sind.

Wiedereinsetzung — aber nicht ohne Antrag / Vortrag

So kam im hier entsch­iede­nen Stre­it­fall eine Wiedere­in­set­zung in den vorigen Stand nach § 56 FGO wegen der Ver­säu­mung der Beschw­erde­be­grün­dungs­frist nicht in Betra­cht: Obwohl mit Vor­sitzen­den­schreiben vom 05.09.2017, das dem Prozess­bevollmächtigten des Klägers am 8.09.2017 zugestellt wor­den ist, auf den Ablauf der Beschw­erde­be­grün­dungs­frist und die Möglichkeit der Wiedere­in­set­zung in den vorigen Stand hingewiesen wor­den ist, hat der Kläger wed­er einen Antrag auf Wiedere­in­set­zung in den vorigen Stand gestellt noch Gründe für die Ver­säu­mung der Beschw­erde­be­grün­dungs­frist dargelegt.

Bun­des­fi­nanzhof, Beschluss vom 17. Okto­ber 2017 — IX B 98/17