Ver­mö­gens­über­ga­be gegen Versorgungsleistungen

Bei der Ver­mö­gens­über­ga­be gegen Ver­sor­gungs­leis­tun­gen ist die Höhe der als dau­ern­de Last gemäß § 10 Abs. 1 Nr. 1a Satz 1 EStG abzieh­ba­ren Ver­sor­gungs­leis­tun­gen durch die nach der Pro­gno­se im Zeit­punkt der Über­ga­be erziel­ba­ren Net­to­er­trä­ge begrenzt. Eini­gen sich die Ver­trags­be­tei­lig­ten auf ein in Anbe­tracht des gestie­ge­nen Ver­sor­gungs­be­dürf­nis­ses –hier: wegen Umzugs des Ver­sor­gungs­be­rech­tig­ten in ein Pfle­ge­heim– neu­es Ver­sor­gungs­kon­zept, sind Zah­lun­gen, die ab die­sem Zeit­punkt nicht mehr aus dem Ertrag des über­ge­be­nen Ver­mö­gens erbracht wer­den kön­nen, frei­wil­li­ge Leis­tun­gen i.S. des § 12 Nr. 2 EStG.

Ver­mö­gens­über­ga­be gegen Versorgungsleistungen

Die Abän­der­bar­keit einer dau­ern­den Last ist in zivil­recht­li­cher Hin­sicht bezo­gen auf die Ver­sor­gungs­be­dürf­tig­keit des Emp­fän­gers und die sich aus dem über­tra­ge­nen Wirt­schafts­gut erge­ben­de Leis­tungs­fä­hig­keit des Ver­pflich­te­ten. Die­se bestim­men den Kor­ri­dor, inner­halb des­sen die Betei­lig­ten mit steu­er­li­cher Wir­kung auf eine Ände­rung des Bedarfs des Berech­tig­ten und/​oder der Leis­tungs­fä­hig­keit des Ver­pflich­te­ten reagie­ren können.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 13. Dezem­ber 2005 X R 61/​01