Steuerliche Aspekte bei der Engagierung eines Hausmeisterservices

26. März 2018 | Einkommensteuer (privat)
Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Dass ein Vermieter Dienstleistungen rund um sein Objekt steuerlich geltend machen kann, ist unlängst bekannt. Doch auch Mieter und Mitglieder einer Eigentümergemeinschaft können von Steuervergünstigungen profitieren, wenn der Vermieter oder die Eigentümergemeinschaft Dienstleistungen wie einen Hausmeisterservice in den Nebenkosten geltend machen.

Ein Hausmeisterservice erleichtert das Leben

Wenn Ihr Vermieter z.B. einen Hausmeisterservice in Berlin für diverse Dinge beauftragt, erleichtert das auch Ihr Leben als Mieter. Möglicherweise bleiben Sie von der Treppenhausreinigung, vom Winterdienst oder von lästiger Gartenarbeit verschont. Das kommt Ihrer Freizeit und Ihrer Lebensqualität zu Gute. Ebenso entfällt auch ein häufiger Streitpunkt zwischen Mietern eines Hauses, wer nun was, wann zu erledigen hat und dient somit dem Hausfrieden.
 

Welche Leistungen können von der Steuer abgesetzt werden?

Zu den Leistungen, die Sie als Mieter oder als Mitglied einer Eigentümergemeinschaft von der Steuer absetzen können gehören vor allem

  • Hausmeister,
  • Schornsteinfeger,
  • Leistungen zur Gartenpflege wie Rasenmähen und Heckenschnitt,
  • die Reinigung des Hauses, Treppenhauses und der Dachrinnen,
  • der allgemeine Winterdienst,
  • Wärmeableser,
  • die Wartung von Lift, Heizungen und den Warmwassergeräten
  • und die Ungezieferbekämpfung.
Für viele dieser Leistungen wird regelmäßig ein Hausmeisterservice oder ein Service für Gebäudedienstleistungen engagiert und eingesetzt. Sie sollten sich also vergewissern, ob eine dieser Leistungen in Ihrer Nebenkostenabrechnung verbucht ist.
 

In welcher Höhe können Leistungen abgesetzt werden?

Sie können diese vorgenannten Leistungen bei Ihrer Steuererklärung geltend machen. Dies können Sie allerdings nicht in voller Höhe. Abzugsfähig sind 20 % der Lohnkosten bis zu einem Höchstbetrag von 1200 Euro im Jahr. Die Leistungen sollten also entsprechend detailliert in Ihrer Nebenkostenabrechnung auftauchen, damit Sie diese bei der Steuer geltend machen können. Fordern Sie im Zweifel von Ihrem Vermieter eine transparente Auflistung an. Er ist verpflichtet, Ihnen eine solche Aufstellung auszuhändigen.
 

Was ist, wenn die Abrechnung fehlt?

Sie müssen Ihre Steuererklärung spätestens bis zum 31.05. eines Jahres abgeben. Es kommt häufig vor, dass dem Mieter zu diesem Zeitpunkt noch nicht die aktuelle Nebenkostenabrechnung vorliegt. In diesem Fall haben Sie zwei Möglichkeiten. Erstens können Sie zur Grundlage der Berechnung die letzte Ihnen vorliegende Abrechnung einreichen. Zweitens können Sie die Beträge anhand der festgesetzten Vorauszahlung errechnen.
 

Als Vermieter sollten Sie auf die Steuervorteile hinweisen

Für Mieter sind die Höhe der Nebenkosten oder die stete Erhöhung von Nebenkosten, vor allem wegen der Energiekosten, ein großes Ärgernis. Jedoch beinhaltet die Beauftragung von Dienstleistern wie einem Hausmeisterservice diverse Vorteile. Dinge wie die Gartenpflege oder die Reinigung des Treppenhauses werden regelmäßig erledigt, wodurch unter den Mietern keine Streitereien wegen der Erledigung dieser Aufgaben entstehen.

Als Vermieter haben sie die Chance, die Mieter über die vorhandenen Steuervorteile aufzuklären und Ihnen auch so die in Anspruch genommenen Dienstleister schmackhaft zu machen. Achten Sie hierbei darauf, dass Sie Ihren Mietern, wie oben bereits geschrieben, eine präzise Abrechnung zur Verfügung stellen.

Auch als Mitglied einer Eigentümergemeinschaft sollten Sie auf die Steuervorteile hinweisen, wenn die Beauftragung eines Hausmeisterservices oder ähnlicher Dienstleister zur Diskussion steht. Eine Mehrheit in der Eigentümergemeinschaft wird mit dieser Information wahrscheinlicher.

 
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