Steuerliche Aspekte bei der Engagierung eines Hausmeisterservices

Dass ein Ver­mi­eter Dien­stleis­tun­gen rund um sein Objekt steuer­lich gel­tend machen kann, ist unlängst bekan­nt. Doch auch Mieter und Mit­glieder ein­er Eigen­tümerge­mein­schaft kön­nen von Steuervergün­s­ti­gun­gen prof­i­tieren, wenn der Ver­mi­eter oder die Eigen­tümerge­mein­schaft Dien­stleis­tun­gen wie einen Haus­meis­terser­vice in den Nebenkosten gel­tend machen.

Steuerliche Aspekte bei der Engagierung eines Hausmeisterservices

Ein Hausmeisterservice erleichtert das Leben

Wenn Ihr Ver­mi­eter z.B. einen Haus­meis­terser­vice in Berlin für diverse Dinge beauf­tragt, erle­ichtert das auch Ihr Leben als Mieter. Möglicher­weise bleiben Sie von der Trep­pen­haus­reini­gung, vom Win­ter­di­enst oder von lästiger Garte­nar­beit ver­schont. Das kommt Ihrer Freizeit und Ihrer Leben­squal­ität zu Gute. Eben­so ent­fällt auch ein häu­figer Stre­it­punkt zwis­chen Mietern eines Haus­es, wer nun was, wann zu erledi­gen hat und dient somit dem Haus­frieden.
 

Welche Leistungen können von der Steuer abgesetzt werden?

Zu den Leis­tun­gen, die Sie als Mieter oder als Mit­glied ein­er Eigen­tümerge­mein­schaft von der Steuer abset­zen kön­nen gehören vor allem

  • Haus­meis­ter,
  • Schorn­ste­in­feger,
  • Leis­tun­gen zur Gartenpflege wie Rasen­mähen und Heck­en­schnitt,
  • die Reini­gung des Haus­es, Trep­pen­haus­es und der Dachrin­nen,
  • der all­ge­meine Win­ter­di­enst,
  • Wärme­ableser,
  • die Wartung von Lift, Heizun­gen und den Warmwasserg­eräten
  • und die Ungeziefer­bekämp­fung.

Für viele dieser Leis­tun­gen wird regelmäßig ein Haus­meis­terser­vice oder ein Ser­vice für Gebäude­di­en­stleis­tun­gen engagiert und einge­set­zt. Sie soll­ten sich also vergewis­sern, ob eine dieser Leis­tun­gen in Ihrer Nebenkostenabrech­nung ver­bucht ist.
 

In welcher Höhe können Leistungen abgesetzt werden?

Sie kön­nen diese vor­ge­nan­nten Leis­tun­gen bei Ihrer Steuer­erk­lärung gel­tend machen. Dies kön­nen Sie allerd­ings nicht in voller Höhe. Abzugs­fähig sind 20 % der Lohnkosten bis zu einem Höch­st­be­trag von 1200 Euro im Jahr. Die Leis­tun­gen soll­ten also entsprechend detail­liert in Ihrer Nebenkostenabrech­nung auf­tauchen, damit Sie diese bei der Steuer gel­tend machen kön­nen. Fordern Sie im Zweifel von Ihrem Ver­mi­eter eine trans­par­ente Auflis­tung an. Er ist verpflichtet, Ihnen eine solche Auf­stel­lung auszuhändi­gen.
 

Was ist, wenn die Abrechnung fehlt?

Sie müssen Ihre Steuer­erk­lärung spätestens bis zum 31.05. eines Jahres abgeben. Es kommt häu­fig vor, dass dem Mieter zu diesem Zeit­punkt noch nicht die aktuelle Nebenkostenabrech­nung vor­liegt. In diesem Fall haben Sie zwei Möglichkeit­en. Erstens kön­nen Sie zur Grund­lage der Berech­nung die let­zte Ihnen vor­liegende Abrech­nung ein­re­ichen. Zweit­ens kön­nen Sie die Beträge anhand der fest­ge­set­zten Vorauszahlung errech­nen.
 

Als Vermieter sollten Sie auf die Steuervorteile hinweisen

Für Mieter sind die Höhe der Nebenkosten oder die stete Erhöhung von Nebenkosten, vor allem wegen der Energiekosten, ein großes Ärg­er­nis. Jedoch bein­hal­tet die Beauf­tra­gung von Dien­stleis­tern wie einem Haus­meis­terser­vice diverse Vorteile. Dinge wie die Gartenpflege oder die Reini­gung des Trep­pen­haus­es wer­den regelmäßig erledigt, wodurch unter den Mietern keine Stre­it­ereien wegen der Erledi­gung dieser Auf­gaben entste­hen.

Als Ver­mi­eter haben sie die Chance, die Mieter über die vorhan­de­nen Steuer­vorteile aufzuk­lären und Ihnen auch so die in Anspruch genomme­nen Dien­stleis­ter schmack­haft zu machen. Acht­en Sie hier­bei darauf, dass Sie Ihren Mietern, wie oben bere­its geschrieben, eine präzise Abrech­nung zur Ver­fü­gung stellen.

Auch als Mit­glied ein­er Eigen­tümerge­mein­schaft soll­ten Sie auf die Steuer­vorteile hin­weisen, wenn die Beauf­tra­gung eines Haus­meis­terser­vices oder ähn­lich­er Dien­stleis­ter zur Diskus­sion ste­ht. Eine Mehrheit in der Eigen­tümerge­mein­schaft wird mit dieser Infor­ma­tion wahrschein­lich­er.