Saldierung und das Verbot der Verböserung im finanzgerichtlichen Verfahren

Streitgegenstand einer Anfechtungsklage im steuergerichtlichen Verfahren ist die Rechtmäßigkeit des angefochtenen Verwaltungsakts im Ganzen[1], und nicht etwa einzelne Besteuerungsgrundlagen oder Begründungen[2].

Saldierung und das Verbot der Verböserung im finanzgerichtlichen Verfahren

Das Verbot der Verböserung hindert das Gericht nicht daran, innerhalb des vom Finanzamt festgesetzten Steuerbetrags einzelne Besteuerungsgrundlagen -hier: die steuerpflichtigen Umsätze- in tatsächlicher oder rechtlicher Hinsicht für den Steuerpflichtigen ungünstiger zu beurteilen, als dies in dem angefochtenen Steuerbescheid geschehen ist[3].

Bundesfinanzhof, Beschluss vom 19. November2013 – XI B 9/13

  1. BFH, Beschlüsse vom 17.07.1967 – GrS 1/66, BFHE 91, 393, BStBl II 1968, 344; vom 26.11.1979 – GrS 1/78, BFHE 129, 117, BStBl II 1980, 99, unter C.II. 1.[]
  2. vgl. z.B. BFH, Beschluss vom 17.03.2008 – V B 112/07; BFH, Urteil vom 01.12 2010 – XI R 46/08, BFHE 232, 232, BFH/NV 2011, 712[]
  3. vgl. BFH, Beschluss vom 23.04.2008 – V B 159/07, BFH/NV 2008, 1347; Lange in Hübschmann/Hepp/Spitaler, § 96 FinanzgerichtO Rz 183 und 198[]