Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de – und die Auf­he­bung des finanz­ge­richt­li­chen Urteils

Gemäß § 116 Abs. 6 FGO kann der Bun­des­fi­nanz­hof ein finanz­ge­richt­li­ches Urteil, das auf einem Ver­fah­rens­man­gel beruht, auf­he­ben und den Rechts­streit an das Finanz­ge­richt zurück­ver­wei­sen.

Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de – und die Auf­he­bung des finanz­ge­richt­li­chen Urteils

Die­se Vor­schrift wird in der Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs aus Grün­den der Pro­zess­öko­no­mie über ihren Wort­laut hin­aus dahin­ge­hend ange­wen­det, dass sie auch eine abschlie­ßen­de Ent­schei­dung durch den Bun­des­fi­nanz­hof ermög­licht, wenn die im Fall der Zurück­ver­wei­sung zu tref­fen­de Ent­schei­dung bereits fest­steht.

Dies ist bei­spiels­wei­se bei der ‑hier gege­be­nen- Umwand­lung eines Sachur­teils in ein Pro­zes­s­ur­teil mög­lich [1].

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 14. Juni 2017 – X B 118/​16

  1. zur Unzu­läs­sig­keit der Kla­ge wegen ander­wei­ti­ger Rechts­hän­gig­keit: BFH, Beschluss vom 08.11.2005 – VIII B 3/​96, BFH/​NV 2006, 570, unter 4.; zur Unzu­läs­sig­keit der Kla­ge wegen Nicht­durch­füh­rung des Vor­ver­fah­rens: BFH, Beschluss in BFH/​NV 2014, 1570, Rz 2, m.w.N.[]