Die im Zusammenhang mit der Beurteilung der Einkünfteerzielungsabsicht bei Ferienwohnungen bedeutsamen Rechtsfragen sind in der höchstrichterlichen Rechtsprechung geklärt[1].

Die Überprüfung der Einkünfteerzielungsabsicht anhand einer Prognose bei einer besonderen Gestaltung und Ausstattung einer Wohnung sowie der besonderen Größe des Grundstücks entspricht der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs[2].
Ebenso ist es vertretbar, hinsichtlich der Ermittlung der ortsüblichen Vermietungszeiten je nach der Struktur des Ferienwohnungsmarkts auf das Gebiet einer oder mehrerer Gemeinden abzustellen[3].
Zudem kann in Einklang mit der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs[4] ergänzend auf die durchschnittlichen Vermietungszeiten – und nicht die Bettenauslastung . abgestellt werden.
Soweit hiernach die fehlende Überschusserzielungsabsicht in tatsächlicher Hinsicht eindeutig fetsteht, erübrigt sich eine vom Finanzamt vorzunehmende vorläufige Steuerfestsetzung nach § 165 AO.
Bundesfinanzhof, Beschluss vom 4. März 2016 – IX B 114/15
- vgl. BFH, Urteile vom 24.08.2006 – IX R 15/06, BFHE 215, 112, BStBl II 2007, 256; vom 19.08.2008 – IX R 39/07, BFHE 222, 478, BStBl II 2009, 138; BFH, Beschluss vom 14.01.2010 – IX B 146/09, BFH/NV 2010, 869, m.w.N., sowie BFH, Urteile vom 16.04.2013 – IX R 22/12, BFH/NV 2013, 1552, und – IX R 26/11, BFHE 241, 261, BStBl II 2013, 613[↩]
- vgl. BFH, Urteil vom 06.10.2004 – IX R 30/03, BFHE 208, 142, BStBl II 2005, 386[↩]
- vgl. BFH, Urteil in BFHE 222, 478, BStBl II 2009, 138, unter II. 1.a[↩]
- vgl. BFH, Urteil vom 28.10.2009 – IX R 30/08, BFH/NV 2010, 850, unter II. 2.a[↩]




