Die Sach­ent­schei­dung des Finanz­ge­richts trotz des als unzu­läs­sig ver­wor­fe­nen Ein­spruchs

Das Finanz­ge­richt auch dann zu einer Sach­ent­schei­dung befugt, wenn das Finanz­amt zwar den Ein­spruch des Klä­gers als unzu­läs­sig ver­wor­fen hat, der Klä­ger sich im erst­in­stanz­li­chen Ver­fah­ren aller­dings nicht auf das Begeh­ren einer iso­lier­ten Auf­he­bung der Ein­spruchs­ent­schei­dung beschränkt, son­dern u.a. die Her­ab­set­zung der fest­ge­setz­ten Ein­kom­men­steu­er bean­tragt.

Die Sach­ent­schei­dung des Finanz­ge­richts trotz des als unzu­läs­sig ver­wor­fe­nen Ein­spruchs

In die­sem Fall ist das Gericht ver­pflich­tet, die for­mel­le und mate­ri­el­le Recht­mä­ßig­keit des ange­foch­te­nen Bescheids zu prü­fen [1].

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 6. Mai 2020 – X R 16/​18

  1. BFH, Urteil vom 13.10.2005 – IV R 44/​03, BFHE 211, 9, BStBl II 2006, 214, unter 2.[]