Betriebsunterbrechung – und der Tod des Betriebsinhabers

Der Annahme einer Betriebsunterbrechung steht nicht entgegen, dass der bisherige Betriebsinhaber verstorben ist, wenn die wesentlichen Betriebsgrundlagen von einer (Erbes-)Erbengemeinschaft gehalten werden.

Betriebsunterbrechung – und der Tod des Betriebsinhabers

Der Tod eines Einzelunternehmers alleine führt weder zu einer Betriebsaufgabe, noch geht sein Betriebsvermögen durch den Erbfall in das Privatvermögen der Erben(-gemeinschaft) über[1].

Auch wenn die Erbengemeinschaft nach § 2042 Abs. 1 BGB auf eine Auseinandersetzung ausgerichtet ist, kann sie doch auch zeitlich unbegrenzt fortgeführt werden[2].

 

Bundesfinanzhof, Urteil vom 21. Dezember 2021 – IV R 13/19

  1. vgl. BFH, Beschluss vom 05.07.1990 – GrS 2/89, BFHE 161, 332, BStBl II 1990, 837, unter C.I. 2. [Rz 60 ff.]; BFH, Urteil in BFHE 174, 503, BStBl II 1994, 922, unter II. 1.a [Rz 18][]
  2. vgl. BFH (GrS), Beschluss in BFHE 161, 332, BStBl II 1990, 837, unter C.I. 2.b [Rz 64]; BFH, Urteil in BFHE 174, 503, BStBl II 1994, 922, unter II. 1.b [Rz 24][]