Auslegung von Verträgen und Willenserklärungen im Finanzgerichtsverfahren

Die Ausle­gung von Verträ­gen und Wil­lenserk­lärun­gen gehört zum Bere­ich der tat­säch­lichen Fest­stel­lun­gen und bindet den BFH gemäß § 118 Abs. 2 FGO, wenn sie den Grund­sätzen der §§ 133, 157 BGB entspricht und nicht gegen Denkge­set­ze und Erfahrungssätze ver­stößt.

Auslegung von Verträgen und Willenserklärungen im Finanzgerichtsverfahren

Das Revi­sion­s­gericht prüft lediglich, ob das Finanzgericht die geset­zlichen Ausle­gungsregeln sowie die Denkge­set­ze und Erfahrungssätze beachtet und die für die Ver­tragsausle­gung bedeut­samen Beglei­tum­stände erforscht und rechtlich zutr­e­f­fend gewürdigt hat1.

Bun­des­fi­nanzhof, Urteil vom 29. Novem­ber 2017 — I R 7/16

  1. vgl. BFH, Urteile vom 06.06.2013 — IV R 28/10, BFH/NV 2013, 1810; vom 17.05.2017 — II R 35/15, BFHE 258, 95, BSt­Bl II 2017, 966 []