Aufhebung eines Investitionszulagenbescheids

Die Änderung eines Investi­tion­szu­la­genbeschei­ds nach § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 i.V.m. Abs. 2 AO set­zt grund­sät­zlich voraus, dass ein (rück­wirk­endes) Ereig­nis nachträglich einge­treten ist.

Aufhebung eines Investitionszulagenbescheids

Nach ständi­ger Recht­sprechung des BFH muss das (rück­wirk­ende) Ereig­nis nachträglich ein­treten, da nur in diesem Fall die Notwendigkeit beste­ht, die Bestand­skraft zu durch­brechen.

Kon­nte das Ereig­nis bei Erlass des betr­e­f­fend­en Beschei­ds bere­its berück­sichtigt wer­den, greift § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AO nicht ein1.

Bun­des­fi­nanzhof, Urteil vom 18. Mai 2017 — III R 20/14

  1. vgl. z.B. BFH, Urteile vom 10.07.2002 — I R 69/00, BFH/NV 2002, 1545, unter II. 1., m.w.N.; und vom 16.06.2015 — IX R 30/14, BFHE 250, 305, BSt­Bl II 2017, 94, Rz 17, m.w.N. []