Der vom Finanzgericht übergangene Sachantrag

Nur wenn das Urteil ohne mündliche Verhandlung ergangen ist, ist das Übergehen des Sachantrags als Verfahrensrüge im Verfahren der Nichtzulassungsbeschwerde geltend zu machen[1].

Der vom Finanzgericht übergangene Sachantrag

Ist dagegen das Urteil aufgrund mündlicher Verhandlung ergangen, kann das Übergehen eines Sachantrags nur mit dem (fristgebundenen) Antrag nach § 109 FGO auf Ergänzung des Urteils und nicht im Rahmen der Nichtzulassungsbeschwerde gegen das Urteil geltend gemacht werden[2].

Darüber entscheidet das Finanzgericht in eigener Zuständigkeit ggf. durch Ergänzungsurteil[3].

Bundesfinanzhof, Beschluss vom 30. August 2016 – II B 100/15

  1. vgl. BFH, Beschluss vom 29.08.2003 – III B 105/02, BFH/NV 2004, 178[]
  2. vgl. BFH, Beschluss vom 26.06.2013 – X B 244/12, BFH/NV 2013, 1578, Rz 20, m.w.N.[]
  3. Gräber/Ratschow, Finanzgerichtsordnung, 8. Aufl., § 109 Rz 8[]