Steuerberatungskosten in der privaten Einkommensteuer

Die Vorschrift des § 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG und der Wegfall des Abzugs privater Steuerberatungskosten als Sonderausgaben (§ 10 Abs. 1 Nr. 6 EStG) durch Art. 1 Nr. 3 des Gesetzes zum Einstieg in ein steuerliches Sofortprogramm[1] sind nach Ansicht des Bundesfinanzhofs verfassungsgemäß.

Steuerberatungskosten in der privaten Einkommensteuer

Bereits mit Urteil vom 7. September 2005[2] hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass die Besteuerung von Zinseinkünften nach § 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG (auch) für Veranlagungszeiträume ab 1994 nicht verfassungswidrig ist, insbesondere kein strukturelles Vollzugsdefizit im Sinne der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 27. Juni 1991[3] besteht[4].

Ebenso hat der Bundesfinanzhof die Nichtabziehbarkeit privater Steuerberatungskosten als verfassungsgemäß beurteilt[5]. Dies hat der Bundesfinanzhof jetzt nochmals bestätigt.

Bundesfinanzhof, Urteil vom 17. Oktober 2012 – VIII R 51/09

  1. BGBl I 2005, 3682[]
  2. BFH, Urteil vom 07.09.2005 – VIII R 90/04, BFHE 211, 183, BStBl II 2006, 61[]
  3. BVerfG, Urteil vom 27.06.1991 – 2 BvR 1493/89, BVerfGE 84, 239, BStBl II 1991, 654[]
  4. vgl. bereits BFH, Urteil in BFHE 211, 183, BStBl II 2006, 61[]
  5. BFH, Urteil vom 04.02.2010 – X R 10/08, BFHE 228, 317, BStBl II 2010, 617[]