Eine vorherige Entscheidung über den PKH-Antrag ist nur erforderlich, wenn dies im Interesse effektiven Rechtsschutzes geboten ist.

Dies ist der Fall, wenn die mögliche Einschaltung eines beizuordnenden Rechtsanwalts oder Steuerberaters auch Einfluss auf die Sachentscheidung des Gerichts haben kann[1].
Anderenfalls kann das Gericht ohne vorherige Entscheidung über den anhängig gemachten Antrag auf Bewilligung von PKH entscheiden.
Bundesfinanzhof, Beschluss vom 16. Februar 2022 – X S 16/21
- in diesem Sinne BVerfG, Beschluss vom 13.07.1992 – 1 BvR 99/90, NJW-RR 1993, 382, unter II. 1.c bb; s.a. BFH, Beschluss vom 26.02.2015 – III B 124/14, BFH/NV 2015, 837, Rz 9, m.w.N.; zu den Fallgruppen vgl. BFH, Beschluss vom 19.02.2020 – V S 23/19 (PKH), BFH/NV 2020, 893, Rz 14[↩]








