Wissenswertes zum Thema Unternehmensumwandlung

Wenn Sie aktuell ein Unternehmen besitzen, zum Beispiel in Form einer AG, GmbH oder andere, sollten Sie sich mit dem Thema Unternehmensumwandlung auseinandersetzen. Spätestens dann, wenn Sie Ihr Unternehmen umwandeln möchten, finden Sie alle gesetzlichen Regelungen im sogenannten Umwandlungsgesetz (kurz UmwG).

Was ist eine Unternehmensumwandlung überhaupt?

Wenn ein Unternehmen von einer bestehenden Rechtsform in eine neue Rechtsform umgewandelt werden soll, liegt eine Unternehmensumwandlung vor. In erster Linie geht es um Veränderungen hinsichtlich der steuerlichen, aber auch der betriebswirtschaftlichen Regelungen. Damit sich die Umwandlung im Hinblick auf diese beiden Gesichtspunkte lohnt, sollten Sie im Zuge einer Umwandlung stets einen Experten zurate ziehen. Die Steuerberatung Thomas Breit hilft Ihnen an dieser Stelle gerne weiter, da sie sich auf dieses und weitere Themengebiete spezialisiert hat.

Gründe für eine Unternehmensumwandlung gibt es viele: Oftmals machen sich Gründer schlichtweg nicht genügend Gedanken während der Gründungsphase; fällt dieser Fehler im Nachhinein auf, bietet sich die Umwandlung an.

So wird aus einem Einzelunternehmen eine GmbH

Dieser spezielle Fall ist in der Realität recht oft anzutreffen, da viele Unternehmer im ersten Moment glauben, dass die Einzelunternehmung gerade für kleine Startups die einzige Möglichkeit ist, um finanzielle Risiken zu minimieren. Läuft das unternehmerische Vorhaben zufriedenstellend, entscheiden sich die meisten vorerst für die Umwandlung in eine GmbH. Die Wege zu einer erfolgreichen Umwandlung sind hierbei unterschiedlich. Eine Möglichkeit stellt die sogenannte Ausgliederung dar, aber auch eine Sachgründung oder Bargründung kommt als Vorgehensweise in Betracht. Im Anschluss kommt es dann entweder zu einer Erhöhung des Sachkapitals oder zu einer klassischen Bargründung mit einem Verkauf des ursprünglichen Einzelunternehmens. In manchen Fällen bleiben die Einzelunternehmen weiterhin aktiv am Markt bestehen.

Notar und Stammkapital sind unerlässlich

Je nachdem, welche Unternehmensform angestrebt wird, ist die Einzahlung des Stammkapitals unerlässlich. Ohne die entsprechende Liquidität ist eine Unternehmensumwandlung daher nicht möglich; auch dann nicht, wenn alle anderen Anforderungen erfüllt sind. Im Falle einer Umwandlung in eine GmbH muss zudem ein Notar anwesend sein, um die Umwandlung rechtskräftig durchzuführen. Im Anschluss prüft ein Richter des Handelsregisters, ob der reine Marktwert, zum Beispiel eines Einzelunternehmens, hoch genug ist, um in eine GmbH umgewandelt zu werden.

Von der GmbH zur AG

Auch diese Variante kommt in der Praxis relativ häufig vor. Beachtet werden muss hier im Speziellen, dass ein Grundkapital von 50.000 € erbracht werden muss, um die Unternehmensumwandlung erfolgreich durchführen zu können. Das bedeutet, dass das Eigenkapital der noch bestehenden GmbH mindestens diesen Wert haben muss – hierbei werden sowohl das Stammkapital als auch die finanziellen Rücklagen berücksichtigt. Ist diese Voraussetzung gegeben, wird ein offizieller Umwandlungsbericht erstellt. Bei diesem Bericht handelt es sich um ein schriftliches Dokument, in welchem der Wunsch nach einem Wechsel ausführlich begründet wird. Hierbei werden nicht nur rechtliche, sondern auch wirtschaftliche Interessen berücksichtigt. Dieser Bericht sollte keinesfalls ohne die Hilfe eines Experten durchgeführt werden. Kommt es an dieser Stell nämlich zu Fehlern oder Unklarheiten, kann der Bericht nicht akzeptiert werden. In der Folge wird eine Umwandlung nicht durchgeführt.

Anschließend findet der Umwandlungsbeschluss statt und die Aufstellung des Gründungsberichtes kann durchgeführt werden. Ist die Gründungsprüfung erfolgreich bestanden, findet letztlich die Eintragung in das Handelsregister statt. Hierzu muss der Vorstand alle erforderlichen Unterlagen beim Handelsregister einreichen. Diese Unterlagen werden ausführlich geprüft. Im Anschluss an diese fünf Schritte ist die Umwandlung offiziell vollzogen. Die Rückkehr zur ursprünglichen Form ist dann nicht mehr so einfach möglich.