Anfechtungsklage — und die behauptete Rechtsverletzung

Nach § 40 Abs. 2 FGO ist eine Anfech­tungsklage nur zuläs­sig, wenn der Kläger gel­tend macht, durch den ange­focht­e­nen Ver­wal­tungsakt in seinen Recht­en ver­let­zt zu sein. Eine solche Rechtsver­let­zung liegt grund­sät­zlich nur vor, wenn gel­tend gemacht wird, der Gewinn sei zu hoch oder der Ver­lust zu niedrig fest­gestellt wor­den1. Mehrere

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Die Drittanfechtungsklage der GmbH-Gesellschafter

Eine Klage gegen einen die (beige­ladene) GmbH betr­e­f­fend­en Kör­per­schaft­s­teuerbescheid ist als Drit­tan­fech­tungsklage der Gesellschafter zuläs­sig, soweit auch deren Recht­spo­si­tion von dem Bescheid betrof­fen wird und sie dadurch beschw­ert sind. Nach ständi­ger Recht­sprechung des Bun­des­fi­nanzhofs1 haben die Gesellschafter die Befug­nis, im Wege der Drit­tan­fech­tung gel­tend zu machen, dass das Finan­zamt bei

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Die Anschrift des Rechnungsausstellers

Für die Ausübung des Rechts auf Vors­teuer­abzug ist erforder­lich, dass der Leis­tungsempfänger eine Rech­nung besitzt, in der eine Anschrift des Leis­ten­den genan­nt ist, unter der jen­er postal­isch erre­ich­bar ist. Für die Prü­fung des Rech­nungsmerk­mals “voll­ständi­ge Anschrift” ist der Zeit­punkt der Rech­nungsausstel­lung maßge­blich. Die Fest­stel­lungslast für die postal­is­che Erre­ich­barkeit zu diesem

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Die Bruchteilsgemeinschaft als Unternehmer

Der Bun­des­fi­nanzhof hat seine Recht­sprechung zur Bruchteils­ge­mein­schaft im Umsatzs­teuer­recht1 geän­dert und nun­mehr entsch­ieden, dass eine Bruchteils­ge­mein­schaft nicht Unternehmer sein kann. Es liegen vielmehr ziv­il- und umsatzs­teuer­rechtlich durch die Gemein­schafter als jew­eiliger Unternehmer anteilig erbrachte Leis­tun­gen vor. Im hier entsch­iede­nen Stre­it­fall hat­te der Kläger zusam­men mit weit­eren Per­so­n­en Sys­teme zur endoskopis­chen

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Gewerbeertrag bei der Veräußerung von Sonderbetriebsvermögen II

Der Gewinn aus der Veräußerung des Mitun­ternehmer­an­teils unter Ein­schluss des zum Son­der­be­trieb­sver­mö­gen II gehören­den Anteils an ein­er Kap­i­talge­sellschaft gehört gemäß § 7 Satz 2 Nr. 2 Gew­StG zum Gewer­beer­trag. Nach § 7 Satz 2 Nr. 2 Gew­StG gehört zum Gewer­beer­trag (auch) der Gewinn aus der Veräußerung des Anteils eines Gesellschafters,

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Mitunternehmeranteil — und das wirtschaftliches Eigentum

Vor der zivil­rechtlichen Über­tra­gung des Gesellschaft­san­teils ist dem Erwer­ber eines Anteils an ein­er Per­so­n­enge­sellschaft die Mitun­ternehmer­stel­lung nur dann zuzurech­nen, wenn der Erwer­ber rechts­geschäftlich eine auf den Erwerb des Gesellschaft­san­teils gerichtete, rechtlich geschützte Posi­tion erwor­ben hat, die ihm gegen seinen Willen nicht mehr ent­zo­gen wer­den kann, und Mitun­ternehmer­risiko sowie Mitun­ternehmerini­tia­tive voll­ständig

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