Ein­kom­mens­be­rech­nung – Zum Ver­ständ­nis zwi­schen Selbst­stän­di­gen und unselb­stän­dig Erwerbstätigen

Immer noch herrscht unter brei­ten Tei­len der Bevöl­ke­rung ein gewis­ses Unver­ständ­nis dar­über, wie Selb­stän­di­ge und unselb­stän­dig Erwerbs­tä­ti­ge ihre Steu­ern bezahlen. 

Ein­kom­mens­be­rech­nung – Zum Ver­ständ­nis zwi­schen Selbst­stän­di­gen und unselb­stän­dig Erwerbstätigen

Grund­sätz­lich zahlt ein selb­stän­dig Erwerbs­tä­ti­ger Ein­kom­mens­steu­er auf sei­ne Jah­res­ein­künf­te. Beim unselb­stän­dig Erwerbs­tä­ti­gen heißt die­se Steu­er die Lohn­steu­er. Die­se Begriff­lich­keit ist von­ein­an­der zu tren­nen. Es geht jedoch pri­mär um die Defi­ni­ti­on und den unter­schied­li­chen Sprach­ge­brauch. Wenn man sich die Höhe der Steu­ern ansieht, dann gibt es prak­tisch kei­nen Unter­schied. Zumin­dest trifft dies auf die Steu­er­klas­senzu, unter denen das Ein­kom­men zu sub­su­mie­ren ist. Die Berech­nung der Steu­er ist zum Teil sehr kom­plex. Am bes­ten lässt man die Berech­nung der Steu­ern einem Com­pu­ter zu und hält sich damit nicht län­ger auf. Viel wich­ti­ger ist aus Sicht eines Erwerbs­tä­ti­gen, dass man in eine nie­de­re Steu­er­klas­se fällt. Die nie­de­re Steu­er­klas­se ergibt sich durch eine Absen­kung der Bemessungsgrundlage.

Die Berech­nung der Steu­er für bei­de Berufsgruppen

Der selb­stän­dig erwerbs­tä­ti­ge Unter­neh­mer kann sei­ne Bemes­sungs­grund­la­ge viel leich­ter absen­ken als ein Arbeit­neh­mer. Dies lässt sich anhand vie­ler Bei­spie­le sehr gut durch­rech­nen. Als Unter­neh­mer wer­den Sie zum Bei­spiel ein Auto benö­ti­gen, um Ihre Kun­den zu besu­chen. Wenn die Anschaf­fung des Autos betrieb­lich nach­voll­zieh­bar ist, dann ergibt sich dar­aus auch eine aner­kann­te Betriebs­aus­ga­be. Wenn Sie aller­dings als Arbeit­neh­mer in einem Betrieb tätig sind, dann kön­nen Sie die Vor­zü­ge nur durch die Über­nah­me der Kos­ten über die Fir­ma lukrie­ren. Es han­delt sich um eine völ­lig ande­re Aus­gangs­po­si­ti­on, die Sie aber auch in der Gesamt­heit abschöp­fen müs­sen. Zudem müs­sen Sie für ihren Wagen einen Sach­be­zug bezahlen.

Was kann betrieb­lich ver­an­lasst abge­setzt werden?

Zum Über­druss spielt auch die Bemes­sungs­grund­la­ge eine Rol­le für die Bewer­tung des Autos. Die Berech­nung erfolgt näm­lich auf Basis eines zusätz­li­chen Betra­ges. Die Bemes­sungs­grund­la­ge wird daher auch durch den bezahl­ten Sach­be­zug erhöht. Dadurch fal­len sie in eine höhe­re Steu­er­klas­se und bezah­len letzt­lich auch eine höhe­re Steu­er. Als selb­stän­dig erwerbs­tä­ti­ger geht es bloß um den Nach­weis der betrieb­lich ver­an­lass­ten Fahr­ten. Im Zwei­fel wer­den 40 bis 50 Pro­zent ange­nom­men, die ihrer­seits beruf­lich gefah­ren wur­den. Wenn die Fahr­ten zu einem gerin­ge­ren Teil beruf­lich waren, kön­nen Sie also mehr abset­zen als es tat­säch­lich dem Wert ent­sprach. Dar­auf auf­bau­end soll­te aber nicht die Berufs­wahl ent­schie­den werden.