Bitcoin-Transaktionen im steuerlichen Kontext

Bitcoins können heute leicht gehandelt werden. An den Börsen werden regelmäßig Kauf- und Verkaufskurse gestellt, sodass die Marktteilnehmer einen transparenten Markt vorfinden. Mit der zunehmenden Verbreitung von Kryptowährungen springen auch immer mehr Zahlungsdienste auf den Trend auf und bieten den Marktteilnehmern Ihre Dienste an. In den meisten Fällen wird auf den Plattformen eine Legitimation verlangt, sodass sich die Marktteilnehmer ausweisen müssen. Dies erfolgt durch die Verknüpfung des Bankkontos mit den persönlichen Daten des Käufers bzw. Verkäufers.

Bitcoin-Transaktionen im steuerlichen Kontext

Um der Identitätsprüfung zu entgehen, können Sie eine Paysafecard kaufen. Mit diesem Zahlungsdienst können Online-Käufe gemacht werden, ohne ein Bankkonto zu verwenden oder die persönlichen Daten preiszugeben. Naturgemäß verfolgen die lokalen Steuerbehörden das Ziel, dass alle Transaktionen so transparent wie möglich gemacht werden. Die Nachvollziehbarkeit der Transaktionen ist oberstes Gebot. Das hat in den letzten Jahren zu einer verstärkten Regulierung geführt, wovon auch die Transaktionen mit Bitcoin nicht ausgenommen sind. Beim Kauf von Kryptowährungen kommen heute strenge steuerrechtliche Anforderungen zur Anwendung. Es sind aber nicht nur einkommenssteuerrechtliche Bestimmungen zu nennen, sondern auch in der Umsatzsteuer gibt es Regelungen zu beachten.

Der Bitcoin aus einkommenssteuerrechtlicher Sicht

In der jüngsten Vergangenheit hatten es die Behörden eilig, entsprechende Regelungen zu erlassen. Gerade im Zusammenhang mit der ökosozialen Steuerreform sind zahlreiche Regelungen in Kraft getreten. Es existiert heute die klare Regelung, dass Kryptowährungen wie anderes Kapitalvermögen zu besteuern ist. Daher kommt bei jeder Transaktion mit Gewinnen auch ein besonderer Steuersatz zur Anwendung. Erfasst sind praktisch auch alle Kryptowährungen. Der Gesetzgeber hat sich auch herausgenommen, Kryptowährungen zu definieren. Man stellt dabei auf eine digitale Darstellung eines Werts ab, die von keiner Zentralbank oder öffentlichen Stelle emittiert wurde.

Der Bitcoin aus umsatzsteuerrechtlicher Sicht

Aus umsatzsteuerrechtlicher Sicht ist dies nach Ansicht der Gerichte eine steuerfreie Tätigkeit. Eine Transaktion unterliegt folglich nicht einer Umsatzsteuerpflicht. Das trifft aber nicht auf jene Lieferungen und Leistungen zu, die in Bitcoin bezahlt werden. Hier sind die Lieferungen genauso wie andere Lieferungen zu behandeln. Die Bemessungsgrundlage einer derartigen Lieferung oder sonstigen Leistung bestimmt sich nach dem Wert des Bitcoins. Auch das Mining unterliegt mangels Empfänger nicht der Umsatzsteuerpflicht. Man darf gespannt sein, wie sich die weitere Entwicklung darstellen wird.

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