Bilanz­än­de­rung – und die noch aus­ste­hen­de geän­der­te Bilanz

Bilanz­än­de­run­gen schei­tern nicht schon dar­an, dass die Steu­er­pflich­ti­ge (noch) kei­ne berich­tig­ten und geän­der­ten Bilan­zen für die Streit­jah­re ein­ge­reicht hat.

Bilanz­än­de­rung – und die noch aus­ste­hen­de geän­der­te Bilanz

Die Steu­er­pflich­ti­ge ist nicht ver­pflich­tet, gleich­zei­tig mit der Bean­tra­gung einer Bilanz­än­de­rung auch eine geän­der­te Bilanz ein­zu­rei­chen, wenn etwa noch Streit­fra­gen zu den Vor­aus­set­zun­gen der Bilanz­än­de­rung zunächst (gericht­lich) zu klä­ren sind.

Die gestal­ten­de Wir­kung des Urteils wür­de die Berich­ti­gung der jewei­li­gen Bilanz bewir­ken. Glei­ches gilt für die Bilanz­än­de­rung [1].

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 27. Mai 2020 – XI R 8/​18

  1. vgl. BFH, Urteil vom 27.09.2006 – IV R 7/​06, BFHE 215, 172, BStBl II 2008, 600, unter II.c dd, Rz 19, m.w.N.[]